Die Arschkatze berichtete gestern ausführlich über die Arcor Zensur / Sperrung von diversen Internetseiten. Auf winfuture.de ist nun unter anderem folgendes zu lesen: “Paul Gerlach, Unternehmenssprecher von Arcor bestätigte die Zensur und erklärte, dass die betreffenden Seiten pornografische Inhalte ohne, oder ohne ausreichende Altersverifikation frei zugänglich anbieten würden.”
Medienberichten zufolge sei ein deutsches Unternehmen für die Aufforderung zur Sperrung der Seiten verantwortlich. Dieses Unternehmen vertreibe selbst Filme für Erwachsene, verfüge jedoch im Gegensatz zu den zensierten Internetseiten über eine “funktionierende Altersverifikation”.
Von welchem Unternehmen hier wohl die Rede sein mag? Die Arschkatze hat ein wenig recherchiert - und einiges zutage gefördert. Vielleicht sollten die Macher von golem und winfuture das auch mal tun.
So findet sich unter anderem folgendes: ”Hintergrund der Blockade (Anmerkung der Arschkatze: gemeint ist die Sperrung der Inernetseiten seitens Arcor) ist laut Recherchen von heise online eine Aufforderung eines deutschen Unternehmens an Arcor. Die agierende Firma versucht mit dieser Initiative offenbar verloren geglaubten Boden zurückgewinnen zu können. Das Unternehmen bietet auf dem deutschen Markt gegen Bezahlung Videos mit pornographischem Inhalt an. Wahrscheinlich um die eigenen Umsatzzahlen anzukurbeln, beantragte man bei Arcor eine Sperrung der Webseiten der kostenlosen Konkurrenz.” (Quelle: gulli.com News vom 10.09.2007)
Es handelt sich hier evident um die Kirchberg Logistik GmbH rund um einen Herrn Andreas Grebenstein. Diese GmbH betreibt unter anderem den Internetauftritt sexyfilms.de (”Filme für Erwachsene”).
Grebenstein und Konsorten gründeten seinerzeit den Verein “JuGuard e.V.” (”Verein zur Förderung des Jugendschutzes im Internet“). Was nicht so bekannt ist - die selbsternannten Jugendschützer rund um sexyfilms.de Grebenstein und Co. wurden selbst wegen Verstoßes gegen den in Deutschland geltenden Jugenschutz abgemahnt!
Zitat: “Das Landgericht Hamburg hat am 18. Juni 2007 gegen die Kirchberg Logistik GmbH, Hannover, eine einstweilige Verfügung wegen des ungeschützten Verbreitens von Pornografie an Minderjährige erlassen (Aktenzeichen: 327 O 389/07). Bei Kirchberg Logistik handelt es sich um eine Tochtergesellschaft der Video Buster Dienstleistungsgesellschaft mbH, Seesen. Diese wird geführt von dem Geschäftsführer Andreas Grebenstein. Das Landgericht sah es als glaubhaft gemacht an, dass die Kirchberg Logistik GmbH auf der von ihr betriebenen Webseite www.sexyfilms.de vollkommen ungeschützt und für Minderjährige jederzeit erreichbar Pornografie angeboten hatte. „Ich war geschockt: Es war buchstäblich kinderleicht, ohne Altersschutz auf www.sexyfilms.de pornografische Bilder abzurufen“ (Quelle: awm-resource.de).
Ein Schelm, wer böses dabei denkt - handelt es sich bei der Grebensteinschen Kampagne vielleicht doch nur um eine schäbige Taktik, lästige Konkurrenten loszuwerden? Frei nach dem Motto “Wenn ich nicht im Sandkasten spielen darf, sollen es andere auch nicht dürfen” …
Auch Arcor hätte vor der Sperrung und Zensur von Internetseiten besser mal ein wenig recherchieren sollen. Aber nein - Auf golem.de wird Arcor-Sprecher Paul Gerlach wie folgt zitiert: “Eine Zensur durch Arcor finde nicht statt”.
Genau, Gerlach, so isses - “Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten”, “Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen”. Das kennen wir.
Die Arschkatze rät: Kauft nicht bei Unternehmen, deren Motto ist:
All Rules = CensORship, also: KAUFT NICHT BEI ARCOR - Kein Umsatz für die willigen Gehilfen von Grebenstein und Konsorten! Wer sperrt verliert -
es gibt genügend andere Anbieter, auch in Deutschland: Zum Beispiel 1&1, t-online und mehr …
Nachtrag: Neuer Focus online Artikel - die Arschkatze stellt HIER klar - Zur Sperrung von Seiten seitens Arcor HIER ein kurzer Beitrag auf heise.de.